Übung PLUVIA, Bezirk Einsiedeln beweist Einsatzbereitschaft
Was wurde geübt?
Ein gefährliches Unwetter, überflutete Gebiete, lahmgelegte Kommunikationsnetze und vermisste Personen: Dieses Szenario war die Grundlage der Stabsrahmenübung PLUVIA. Mit dieser Übung überprüfte Philipp Waldis, Leiter der Stabsstelle Katastrophenhilfe des kantonalen Führungsstabs, letzte Woche die Einsatzbereitschaft des Bezirksführungsstabes im Falle einer Unwetterkatastrophe.
Die Übung stellte die Teilnehmer vor grosse Herausforderungen. Die Feuerwehr bewältigte über 30 simulierte Schadenereignisse gleichzeitig. Der Bezirksführungsstab informierte umgehend die Bevölkerung, koordinierte die Einsatzkräfte, organisierte Notunterkünfte, räumte Strassen frei und stellte die Wasserversorgung sicher.
Wie ging die Übung aus?
Die 28 Teilnehmer konnten mit raschen und koordinierten Massnahmen die Auswirkungen des Unwetters bewältigen. Trotz Stromausfall und lahmgelegten Mobilfunknetze konnte die Bevölkerung über die Notfalltreffpunkte Zuflucht finden, Hilfe aufsuchen und Informationen erhalten. Das Unwetter zog vorüber und die Übung fand ihr Ende.
Der Bezirksführungsstab konnte so die Bevölkerung schützen und damit ihren Kernauftrag erfüllen. Der Übungsleiter des kantonalen Führungsstabes verlieh den Teilnehmenden an der Übungsbesprechung die Schlussnote «sehr gut».
«Die Übung hat gezeigt, dass wir im Ernstfall bereit sind», sagt Michael Kümin, Stabschef des Bezirksführungsstabes. «Ein solches Unwetter kann jederzeit vorkommen. Der Bezirk, aber auch die Bevölkerung, müssen darauf vorbereitet sein. Die Übung hat hervorgehoben, wie wichtig Notfalltreffpunkte für die Bevölkerung sind. Wir rufen deshalb alle Bewohner auf, sich über die Notfalltreffpunkte im Bezirk zu informieren. Nur so ist auch die Bevölkerung für den Ernstfall bereit.»
Wieso sind Notfalltreffpunkte so wichtig?
Notfalltreffpunkte sind vordefinierte Standorte im Bezirk, welche in ausserordentlichen Lagen von der Feuerwehr innerhalb von einer Stunde aufgebaut werden. Sie dienen als Anlaufstelle für die Bevölkerung im Ernstfall. Hier kann Hilfe angefordert und Informationen zur aktuellen Lage eingeholt werden. Sie verfügen über eine strom- und mobilfunkunabhängige Funkverbindung zu den Einsatzkräften.
Alexander Stadelmann, Kommunikationschef des Bezirksführungsstabs, betont: «Wenn die Strom- und Mobilfunknetze zusammenbrechen, funktionieren die Notrufnummern und das Internet nicht mehr. Die Bevölkerung wird nur noch über die Notfalltreffpunkte Hilfe holen oder sich informieren können. Jeder und jede sollte wissen, wo sich der nächste Notfalltreffpunkt befindet.»
Der Bezirk Einsiedeln hat acht Notfalltreffpunkte. Diese befinden sich in der Gemeinde Einsiedeln beim Kultur- und Kongresszentrum Zwei Raben und beim Alten Schulhaus. In Trachslau befindet er sich beim Alten Schulhaus. In den Vierteln befinden sie sich jeweils bei den Schulhäusern. Im Ernstfall sind diese innerhalb einer Stunde einsatzbereit und werden von der Feuerwehr und vom Zivilschutz durchgehend betreut. Mehr Informationen zu den Notfalltreffpunkten findet man unter www.einsiedeln.ch/ntp.